Beschreibung

Früher wurde die Pflege durch die gesamte Familie im selben Haus übernommen. Heute leben die Kinder meist für sich und haben eigene Verpflichtungen. Auch Ehe-/ Lebenspartner sind oft nicht in der Lage, einen pflegebedürftigen Partner alleine zu betreuen.

Daher bleibt in vielen Fällen nichts anderes übrig, als die Pflege von professioneller Hand durchführen zu lassen. Doch das hat seinen Preis.

Egal ob man gesetzlich oder privat krankenversichert ist: Die dazugehörige Pflichtversicherung für den Pflegefall übernimmt bei weitem nicht alle Kosten. Eine Private Pflege-Zusatzversicherung hilft in mehrfacher Hinsicht.

    Besonderheiten

    Jeder Volljährige, der noch nicht pflegebedürftig ist, kann eine staatlich geförderte Pflegeversicherung abschließen. Die staatliche Förderung beträgt 5 Euro pro Monat.

    Im Wesentlichen gibt es drei Gestaltungsformen der Pflegeversicherung.

    • Die Pflege-Kostenversicherung deckt die entstandenen Kosten der Pflege ab.
    • Bei der Pflege-Tagegeldversicherung wird abhängig von dem Pflegegrad ein bestimmter Tagessatz gezahlt.
    • Die Pflege-Rentenversicherung zahlt abhängig von dem Pflegegrad eine monatliche Rente.

    Die Pflege-Zusatzversicherung übernimmt das finanzielle Risiko einer Pflegebedürftigkeit dauerhaft und ohne zeitliche Begrenzung.

    Bei Pflegebedürftigkeit denkt man als erstes an körperliche Gebrechen. Doch immer mehr Menschen leiden an Demenz. Gut zu wissen, dass die Pflegeversicherung auch bei Demenzerkrankung leistet.

    Kinder (und indirekt Schwiegerkinder) sind zum Unterhalt ihrer pflegebedürftigen Eltern verpflichtet. Durch eine Pflege-Zusatzversicherung können die Unterhaltsverpflichtungen vermieden werden.

    Häufige Fragen

    Früher wurde die Pflege durch die gesamte Familie im selben Haus übernommen.

    Heute leben die Kinder meist für sich und haben eigene Verpflichtungen. Auch Ehe-/ Lebenspartner sind oft nicht in der Lage, einen pflegebedürftigen Partner alleine zu betreuen. Daher bleibt in vielen Fällen nichts anderes übrig, als die Pflege von professioneller Hand durchführen zu lassen.

    Doch das hat seinen Preis. Egal ob man gesetzlich oder privat krankenversichert ist: Die dazugehörige Pflichtversicherung für den Pflegefall übernimmt bei weitem nicht alle Kosten.

    Ja. Allerdings müssen Sie beachten, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall nur eine anteilige Leistung erbringt.

    Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung hängen vom Pflegegrad und der Pflegeart ab.

     Um die tatsächlichen Pflegekosten zu bezahlen, müssen unter Umständen die Angehörigen tief in die Tasche greifen.

    Da mit zunehmenden Alter das Risiko einer Pflegebedürftigkeit steigt, sollten Sie frühzeitig an die Pflege-Zusatzversicherung denken.

    Denn je früher Sie die Pflege-Zusatzversicherung abschließen, umso günstiger wirkt sich dies auf den Beitrag aus.

    Ohne eine Pflege-Zusatzversicherung wird zunächst Ihr Einkommen (z.B. Rente) oder Vermögen herangezogen. Reicht dies zur Deckung der Pflegekosten nicht aus, tritt das Sozialamt in Vorleistung.

    Das Sozialamt prüft die Einkommens- und Vermögensverhältnisse Ihrer Kinder und ggf. Schwiegerkinder auf Regressansprüche.

    So wird Pflegebedürftigkeit für die Kinder oft auch zur finanziellen Belastung.

    Nach § 1601 BGB sind sind Verwandte in gerader Linie grundsätzlich zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet. Beim Regress des Sozialamts wird die Unterhaltspflicht jedoch auf Verwandte 1. Grades begrenzt (§ 94 Abs. 1 SGB XII).

    Dem unterhaltspflichtigen Kind muss beim Eltern-Unterhalt ein bereinigtes Einkommen von mindestens 1.800 Euro monatlich zur Verfügung stehen.

    Die Pflege-Zusatzversicherung sichert Ihr Vermögen und Ihre Rente im Pflegefall. Mit einer Pflege-Zusatzversicherung können Sie auch das Einkommen Ihrer Kinder schützen.

    Eine gute Heimunterbringung mit würdevoller Pflege hat ihren Preis.

    Zum Beispiel übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung bei Unterbringung in einem Heim bei Pflegegrad 4 nur 1.775 Euro. Die durchschnittlichen Kosten für einen Platz im Pflegeheim belaufen sich je nach Lage und Region im Schnitt auf 3.500 Euro.

    So ergibt sich eine finanzielle Lücke von über 1.700 Euro, und je nach Heim oft sogar deutlich darüber.

    Um Ihr Einkommen/Vermögen und das Einkommen Ihrer Kinder zu schützen, ist es ratsam, sich an dieser Differenz zu orientieren.

    Die individuelle Pflegebegleitung ist eine Serviceleistung der Pflege-Zusatzversicherung, die manche Versicherer anbieten.

    Diese beinhaltet zum Beispiel: Vermittlung von Assistanceleistungen (Einkäufen und Besorgungen, Wäscheservice, Wohnungsreinigung) oder Angeboten von Selbsthilfegruppen.