Beschreibung

Die Riester-Rente ist eine mit staatlichen Zulagen und durch mögliche Steuerersparnisse geförderte Rente. Das angesparte Kapital kann auch für eine selbstgenutzte Wohnimmobilie genutzt werden.

Zweck der Riester-Rente ist das absinkende Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen. Deshalb ist die Förderung für Menschen gedacht, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

    Besonderheiten

    Mit einem geringen Eigenanteil baut man mit Hilfe der staatlichen Förderung eine eigene Altersvorsorge auf. Die durchschnittliche Förderquote liegt bei ca. 40 Prozent.

    Die staatlichen Zulagen fließen direkt dem Vertrag zu und bestehen aus:

    • 175 Euro Grundzulage pro förderberechtiger Person
    • Kinderzulage, solange sie Kindergeldberechtigt sind:
      • 185 Euro für Kinder die vor 01.01.2008 geboren wurden
      • 300 Euro für Kinder die nach dem 01.01.2008 geboren wurden

    Berufseinsteiger unter 25 Jahre erhalten im ersten Jahr einmalig 200 Euro.

    Zusätzlich zu den Zulagen können gegebenenfalls die Beiträge steuerlich abgesetzt werden.

    Durch den Dauerzulagenantrag, der beim Abschluss der Riester-Rente gestellt wird, fließen die Zulagen dauerhaft bis zum Rentenbeginn in den Vertrag. Voraussetzung ist, dass die Mindestbeiträge jährlich gezahlt werden.

    Vor allem für Familien ist die Förderung hoch, da für jeden Erwachsenen und für jeses Kind Zulagen in den Vertrag fließen. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die spätere Rente aus.

    Neben den hohen Zulagen zeichnet die Riester-Rente die geringe Eigenbeteiligung aus.Der sogenannte Mindesteigenbeitrag beträgt inklusive der Zulagen nur 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, mindestens jedoch 60 Euro.

    Die Riester-Rente ist eine der wenigen Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen: Auf das angesparte Kapital kann durch Dritte innerhalb gesetzlicher Grenzen nicht zugegriffen werden.

    Wer mit einer Riester-Rente fürs Alter spart, kann das angesparte Kapital auch für den Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie verwenden.

    Beim vertraglich vereinbarten Rentenbeginn kann eine Auszahlung in Höhe von 30 Prozent des vorhandenen Kapitals zur freien Verwendung gewählt werden.

    Die Riester-Rente wird lebenslang ausgezahlt. Die Auszahlung kann ab dem 62. Lebensjahr beliebig gewählt werden. Es ist sinnvoll den Auszahlungszeitpunkt an das Renteneintrittsalter anzupassen.

    Häufige Fragen

    Der Staat gewährt die Förderung zur Riester-Rente nur einem bestimmten Personenkreis. In erster Linie haben alle pflichtversicherten Angestellten und Selbstständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung und deren Ehegatten einen Anspruch auf die Förderung.

    Um die volle staatliche Zulage zu erhalten müssen Sie mindestens 4 Prozent (inklusive der Zulagen) des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen pro Jahr einzahlen, mindestens jedoch 60 Euro.

    Grundzulage:
    175 € für jeden Förderberechtigten

    Kinderzulage:
    185 € für jedes kindergeldberechtigte Kind
    300 € für jedes nach 01.01.2008 geborene kindergeldberechtigte Kind

    Berufseinsteiger bis 25 Jahre:
    200 € einmalig

    Zusätzlich zu den Zulagen kann es zu einer Steuerrückerstattung durch den Sonderausgabenabzug kommen. Die Höhe hängt von Ihrer steuerlichen Situation ab.

    Die Beiträge sind nicht verloren. Es besteht die Möglichkeit das Guthaben auf die Riester-Rente Ihres Ehepartners zu übertragen. Es kann auch als Hinterbliebenenrente an Ihren Ehepartner oder Ihr Kind gezahlt werden.

    Sie haben die Möglichkeit, das gebildete Kapital teilweise oder vollständig aus Ihrer Riester-Rente zu entnehmen, um es für den Kauf bzw. den Bau oder die Entschuldung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie zu verwenden.

    Nein. Wer sich selbstständig macht und nicht mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, kann seinen Vertrag beitragsfreistellen.

    Es werden dann weder Beiträge noch Zulagen in den Vertrag eingezahlt. Der Vertrag ruht bis zum Rentenbeginn. Das vorhandene Kapital wird weiter verzinst. Eine Auflösung mit Kapitalauszahlung ist nicht sinnvoll.

    Ja. Allerdings haben Rentner im Regelfall niedrigere Steuerbelastungen. Dagegen überwiegt die Steuerersparnis in der Ansparphase.